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Biografie2018-04-16T11:46:53+00:00

Rosalia Chaldek, 1905-1995
Tänzerin – Choreografin – Tanzpädagogin

1905

1905

Geboren am 21. Mai in Brünn

1918-21

Rhythmisch-musikalische Erziehung an der Schule von Margarete Kallab in Brünn

1921-24

1921-24

Studium an der Schule für Rhythmus, Musik und Körperbildung Hellerau bei Dresden, der früheren Bildungsanstalt von Émile Jaques-Dalcroze. Abschluss mit Lehrdiplom für Körperbildung

1922

1922

Mitglied der Tanzgruppe Kratina der Schule Hellerau

1923

Rollenkreationen bei den Hellerauer Festspielen in Valeria Kratinas „Der holzgeschnitzte Prinz“ und bei der Wiener Modernen Musikfestwoche in Kratinas „Der Mensch und seine Sehnsucht“

1924

Debüt als Solotänzerin in Dresden

1924-28

Lehrkraft an der Schule Hellerau und nach Übersiedlung der Schule

1925

1925

nach Österreich, an der Schule Hellerau-Laxenburg bei Wien

1926

„Suite im alten Stil“

1927

1927

Erster Soloauftritt in Wien

1928

Einladung zum 2. Deutschen Tänzerkongress in Essen. Debüt in Berlin

1928 – 30

1928 – 30

Leiterin der Ausbildungsstätte für Gymnastik und Tanz am Konservatorium Basel. Beginn der Entwicklung eines eigenen Systems der modernen tänzerischen Erziehung. Leiterin der Tanzgruppe des Baseler Konservatoriums. Choreografin am Stadttheater Basel: „Die Geschichte vom Soldaten“, „Petruschka“, „Don Juan“ und „Pulcinella“

1930

1930

Teilnahme am 3. Deutschen Tänzerkongress in München mit der Baseler Tanzgruppe. In Wien: „Elemente-Zyklus“, „Rhythmen-Zyklus“ und „Figuren aus Petruschka“

1930 – 38

1930 – 38

Künstlerische Leiterin der Tanzgruppe Hellerau-Laxenburg und Leiterin der gymnastischen und tänzerischen Ausbildung an der Schule Hellerau-Laxenburg

1931

Erste Mitwirkung bei den Wiener Festwochen. „Festliche Tanzsuite“ Laxenburg

1932

1932

2. Preis beim Großen Internationalen Wettbewerb für Choreografie in Paris für „Les Contrastes“

1933

1933

2. Preis beim Ersten Internationalen Wettbewerb für Künstlerischen Tanz in Warschau. Erstmals Choreografin von Bewegungschören in griechischen Tragödien bei den Klassischen Festspielen in Italien. (Ausübung dieser Tätigkeit bis 1952, mit einer kriegsbedingten Unterbrechung). Gastspiele in Paris.

1934

1934

„Marienleben“, „Jeanne d’Arc“

1935

1935

„La Danza“ anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Schule Hellerau-Laxenburg

1936

1936

„Totengeleite“. Entwicklung der „Mythologischen Suite“, beginnend mit „Narcissus“, „Pythia“ und „Waffentanz der Penthesilea“, später „Daphne“ und „Agaue“ (1946). „Höfische Suite“. Gastspiele in Paris und Rom. Verleihung des Professorentitels.

1939

Gastspiel in Rom. Indonesien-Tournee mit Alexander von Swaine.

1940

Mit „Orpheus und Eurydike“ an der Wiener Staatsoper erste Opernregie. Verpflichtung als Choreografin und Solotänzerin an die Deutsche Tanzbühne, Berlin.

1940 – 41

Leiterin der Modernen Tanzausbildung an den Deutschen Meisterstätten für Tanz in Berlin.

1942 – 52

Leiterin der Ausbildungsstätte für Bühne und Lehrfach am Konservatorium der Stadt Wien.

1943

1943

„Ein romantisches Liebesschicksal – Die Kameliendame“.

1944 – 63

Choreografische Tätigkeit am Volkstheater.

1946 – 54

1946 – 54

Choreografin am Burgtheater. Erstmals gesprochene und getanzte Lyrik: „Echo-Gesänge“.

1947

Choreografische Gestaltung des „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen.

1948

1948

„Kleine Passion“ im Akademietheater. Erstmals Gastpädagogin beim Sommerkurs des Schweizerischen Berufsverbands für Tanz und Gymnastik. (Gast- und Sommerkurse leitet Rosalia Chladek fortan in Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Israel, Italien, in den Niederlanden, in Österreich, Schweden und in der Schweiz.)

1949

Anlässlich des 3. Internationalen Musikfestes im Wiener Konzerthaus: „Die vier Temperamente“, „Pantea“ und „Peter und der Wolf“.

1950

1950

Gastspiel in New York anlässlich der Teilnahme am International Arts Program.

1951 – 53

1951 – 53

Auftritte der Tanzgruppe Rosalia Chladek in Wien u.a. mit „From Morning to Midnight“. Tourneen durch Italien, Deutschland und die Schweiz.

1952

1952

Mitwirkung im Film „Symphonie Wien“ (Regie: Albert Quendler).

1952 – 70

Vorstand der Abteilung für künstlerischen Tanz an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien.

1954

„Selbstbildnis“. Choreografie zu „Orfeo“ beim 6. Wiener Internationalen Musikfest. „Sancta Trinitas“.

1956

„Les Petits Riens“.

1957

Regie und Choreografie für „Die Geschichte vom Soldaten“ im Akademietheater und Fernsehen.

1959

„Der Dämon“ und „Le Renard“ im Akademietheater und Fernsehen. Regie und Choreografie für „Julius Cäsar“ am Salzburger Landestheater. Letztes Auftreten als Solotänzerin in Wien (Akademietheater).

1960

Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.

1962 – 77

Leiterin des Hochschullehrgangs „Moderne tänzerische Erziehung und Tanzpädagogik – System Rosalia Chladek®“.

1968

Letzte Choreografie: „Curriculum Aeternum“ im Akademietheater.

1971

1971

Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien.

1972

Gründung der „IGRC Internationale Gesellschaft Rosalia Chladek“ und der „ARC Arbeitsgemeinschaften Rosalia Chladek“, jetzt aktiv in Österreich, Deutschland, in der Schweiz, Italien und Frankreich. Einführung einer Berufsbegleitenden Ausbildung im Chladek®-System.

1980 – 82

Gastspiele der Tanzgruppe ARC in Frankreich und in der Schweiz.

1985 – 90

1985 – 90

Rekonstruktion der Sologestaltungen „Luzifer“, „Jeanne d’Arc“, „Kameliendame“, „Michael“, „Intrade“, „Slawischer Tanz“, „Afro-amerikanischen Lyrik“ und „Narcissus“. Aufführungen u.a. bei den Wiener Internationalen Festivals „Tanz 88“ und „Tanz 90“ und an der Wiener Staatsoper.

1987

1987

Tanzt bei den Internationalen Tanzwochen Wien, zu deren Dozentinnen sie bis 1995 zählte, in memoriam des Kollegen Alvin McDuffie noch einmal die Baumwollpflückerin aus der 1951 entstandenen „Afro-amerikanischen Lyrik.

1989

1989

Gemeinsam mit Kazuo Ohno Leitung eines Workshops in Amsterdam.

1991

Ehrenmitglied der Deutschen Akademie des Tanzes. Membre d´Honneur der F.I.E.R. (Fédération Internationale des Enseignants de Rhythmique) in Genf.

1993

Aufführung von Rekonstruktionen durch die Staatsoper Dresden. Verdienstmedaille in Gold der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien.

1995

Am 3. Juli in Wien gestorben.